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Das Netzwerk mit persönlichem Engagement, Nähe zu anderen Usern, unkomplizierter Technik und offenen demokratischen Strukturen.
Das PublicCity ist...
- Technik und Struktur
- Die Menschen im PublicCity
- Konferenzen und Software
- Rat und Hilfe, Tips und Tricks
- Ein Wohnsitz im PublicCity
- Anschluß ans PublicCity
Das PublicCity ist...
... ein Netz von Mailboxen, die mit der Software "FirstClass" laufen.
... eine Gemeinschaft von Teilnehmern ("User"), in der man sich "persönlich" kennt oder durch Mitlesen der Konferenzen kennenlernt.
... ein Angebot von "Konferenzen" zu den verschiedensten Themen und zum Up- und Download von Software.
... eine Quelle für Rat und Hilfe, Tips und Tricks rund um Rechner, DFÜ und Netzwerk (vor allem, wenn ein Macintosh betroffen ist).
... offen für Dich.
Technik und Struktur
Das PublicCity ist ein Netzwerk von über 19 Mailboxen in Deutschland und Österreich, die mit der Software "FirstClass Server" laufen. Den dazugehörigen "FirstClass Client" gibt es kostenlos für MacOS und Windows hier zum downloaden.
Betrieben werden die Mailboxen von engagierten Administratoren ("Admins"), teilweise in ihrer Freizeit und machmal mit finanziellen Opfern. Hier gibt es eine Liste der Mailboxen.
Die Boxen sind über regionale Server ("Regioserver") verbunden. Hier werden täglich ca. 40 Konferenzen ausgetauscht, d.h., ihre Inhalte werden für alle Boxen auf den gleichen aktuellen Stand gebracht. Ebenso wird private Email von Box zu Box weitergeleitet ("geroutet").
Das PublicCity ist ein Ort der öffentlichen und der privaten Kommunikation: Für alle lesbar sind Mails an "Konferenzen", die nach Themen geordnet sind. Private Email gibt es innerhalb des PublicCity; auch Internet Emails können von vielen Mailboxen direkt verschickt und empfangen werden. (Prinzipiell hat jede angeschlossene Mailbox dadurch die Möglichkeit, indirekte Internetmails anzubieten, d.h., ohne selbst eine Anbindung an das Internet zu haben.)
Software und andere Dateianhänge können an die Mails angehängt werden (jedoch gibt es aus Kostengründen eine Größenbeschränkung). Wenn mehrere User in einer Box eingeloggt sind, besteht auch die Möglichkeit zu einem Online-Chat.
Wer nicht jede Mail online lesen und schreiben will (z.B. wegen der Kosten bei einem Einloggen via Telefonleitung), kann auch offline arbeiten: Dabei wird bei jedem Login der Inhalt des persönlichen Briefkastens und der "Offline Conferences" aktualisiert und danach die Verbindung beendet. Dann hat man beliebig viel Zeit, ohne daß der Gebührenzähler tickt.
Die Kommunikationssoftware FirstClass wurde eigentlich für firmeninterne Netze entwickelt, eignet sich aber sehr gut für Mailboxen. Sie erlaubt ein einfaches und intuitives Arbeiten: Auch im Vergleich mit "richtig professionellen" Mailprogrammen ist die Handhabung von FirstClass immer noch einfacher. Es gibt sie für MacOS und Windows.
Die graphische Oberfläche kann frei gestaltet werden; sie wird in den "Settings" (vorkonfigurierte Einstellungsdateien) der Box gespeichert. Manche Admins haben liebevoll und mit viel Phantasie die Settings ihrer Box gestaltet.
Die Menschen im PublicCity
Der Admin stellt die Plattform zur Verfügung, die User machen die Box: Das PublicCity lebt von den Usern und Userinnen, die sich an mitunter sehr lebhaften Diskussionen beteiligen. Es ist eine angenehme Mischung aus (oft sehr hoher) Qualifikation der Beiträge (dazu unten mehr) und persönlichen Beziehungen.
Man trifft regelmäßig die gleichen Leute (d.h., man liest private Emails und öffenliche Postings von ihnen), so daß man mit der Zeit die Eigenheiten der Anderen kennen lernt, ihre Stärken und ihren Stil. Decknamen sind nicht erlaubt, so daß es keine Anonymität gibt (eine testweise eingerichtete Konferenz mit anonymem Schreibzugriff ist mangels Inhalt rasch verdämmert).
Man kennt Leute die man zu speziellen Problemen direkt fragen kann. Man weiß, wen man wie anzupacken hat, kurz: Man geht nicht in einer anonymen Masse unter und kann leicht auch persönlich mit Mailpartnern in Kontakt treten. Dadurch sind schon viele Kontakte im "wirklichen Leben" entstanden: Männerrunden, Freundesgruppen, Geschäftskontakte... In Aachen und Düsseldorf haben sich regelmäßige Stammtische etabliert. Blind-Dates sollen auch schon stattgefunden haben.
Wo immer es menschelt ist eine verbindliche Ordnung vonnöten. Dafür hat das PublicCity seine eigene "Netiquette", über deren Änderungen alle (User und Admins) diskutieren und abstimmen können. Ebenso ist es mit der Einführung oder Löschung von Konferenzen, oder mit anderen administrativen Festlegungen.
Auch die Koordination des PublicCity wird regelmäßig neu gewählt. Dadurch bleibt das Funktionieren des Netzes in der Verantwortung aller, und Entscheidungen sind transparent. (Wegen dieser dezentralen demokratischen Struktur hat sich das PublicCity einstmals aus dem MacNet abgespalten und eine eigene Struktur aufgebaut. Aber das ist längst Geschichte.)
Und wer kann mitmachen? Jede und jeder. Dazu braucht es nur den Zugriff auf einen Computer, der mit einer der PublicCity-Mailboxen kommunizieren kann, z.B. über Modem und Telefonleitung oder über Internet. Entsprechend vielfältig ist die Einwohnerschaft des PublicCity und entsprechend groß ist die Bandbreite der Konferenzen und Mails.
Konferenzen und Software
Die Konferenzen sind teils computerbezogen, teils bieten sie Raum für Dinge des nichtdigitalen Lebens. Software wird von Usern und Admins hochgeladen, so daß täglich innerhalb des PublicCity-Verbundes Updates und aktuelle Programme ausgetauscht werden. Der Verbund ist zwar für Apple- und Windows-User zugänglich, der Schwerpunkt liegt allerdings im Macbereich.
Daneben bietet jede einzelne Mailbox lokale Konferenzen an und stellt interessante und aktuelle Software zum Herunterladen zur Verfügung.
So kommt man schnell an brandheiße Informationen zu neuer Hard- und Software, man führt Gespräche, deren Bandbreite vom Stammtisch bis zum Diskurs reicht, oder Fachleute und kompetente Laien können zu den verschiedensten Themen Auskunft geben. Ferner gibt es "Suche"- und "Biete"-Konferenzen sowie direkten Support von verschiedenen Firmen.
Einige Beispiele für Konferenzen: Essen+Trinken, HiFi, Kanu, Kino+TV, Motorrad, Reisen, StarTrek, Tierfreunde, Witzecke, FAQ, Frauenforum (nur für Frauen), Jura, Literatur, Maennerforum (nur für Männer), Milka, Medizin, Politik, Strassenverkehr, Schule+Beruf, Wirtschaft, Mac.Hardware, Mac.Tricks, Mac.System, Mac.Software, Newton, Online, Spiele, Windows, Linux, u.s.w.
Einen Gesamtüberblick bietet die aktuelle Konferenzliste.
Rat und Hilfe, Tips und Tricks
Allen Mailboxen des PublicCity gemeinsam ist der Anspruch auf Transparenz und gegenseitige Hilfe in der Bewältigung der alltäglichen Probleme rund um Computer (vor allem Macs), DFÜ und Netzwerk. Im PublicCity gibt es Kenner und Könner aus den Bereichen Druck, Medien, Graphik, Musik und Ton. Dazu jede Menge abgebrühte Macianer.
Sie teilen ihr Wissen und helfen bei Problemen, sie kennen Lösungen oder zumindest Workarounds (und nicht nur für den Mac). Manchmal sind die Tips und Ratschläge im PublicCity kompetenter als Hotline und Support. Zudem gibt es hier kritische Insider-Anmerkungen zu Soft- und Hardware, wie sie in Zeitschriften selten und bei den Herstellern nie zu lesen sind.
Ein Wohnsitz im PublicCity
Zum Mitmachen brauchst Du:
- Einen Computer (mit MacOS oder Windows), mit Modem + Telefonleitung oder mit Internet-Anschluß
- Den FirstClass Client, der die Mailbox auf den Schirm zaubert
- Die Mailboxliste, um Dir eine Box in Deiner Nähe zu suchen
Dann folgen die Schritte:
- Den FirstClass Client installieren
- Wenn die Settings verschiedener Mailboxen gleich mit installiert worden sind, reicht ein Doppelklick darauf, um sie zu öffnen
- Einloggen, das erste Passwort dabei ist "Gast".
Das wars. Ab jetzt bist Du dabei.
In den meisten Boxen gibt es zunächst nur einen Schnupperzugang ("Gastzugang"), i.d.R. mit eingeschränkter Schreibberechtigung.
Da die meisten Mailboxen als Hobby betrieben werden, freuen sich die Administratoren der Boxen natürlich über eine Beteiligung an den entstehenden Kosten. Manche erheben feste Beiträge; sie liegen meist zwischen 2,- DM und 5.- DM im Monat. Es gibt aber auch Mailboxen, die einen kostenfreien Zugang ermöglichen. Jede einzelne Mailbox ist rechtlich selbstständig und das PublicCity besitzt keine rechtliche Selbstständigkeit, daher variieren die Zugangspreise und die Angebote der Boxen.
Die Admins freuen sich jedenfalls über jeden neuen Userin oder jeden User, die oder der sich in ihre Mailboxen einwählen.
Am Anfang ist es wie nach dem Umzug in eine fremde Stadt: manches kommt einem etwas komisch vor, die lokalen Traditionen sind schon seltsam, einige Witze sind nur für Insider verständlich, manch einer schreibt einen befremdlichen Dialekt... Und genau wie nach dem Umzug hilft nur eins: sich umtun, mitlesen, mitmachen -- auf gehts!
Anschluß ans PublicCity
Wer bereits eine FirstClass Mailbox betreibt, und Interesse hat, sich dem PublicCity anzuschließen, kann sich jederzeit an den derzeitigen Koordinator des PublicCity wenden.
Auch firmeneigene Mailboxen sind willkommen. Zwar routet das PublicCity keine kommerziellen Konferenzen, doch für den Email-Support im deutschsprachigen Raum und für Administratoren von Mac-Netzen bietet es eine interessante Perspektive.
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